Tobias Wilhelm

Warum ich weg von Wordpress bin

Laut Wikipedia werden 32%1 der weltweiten Webseiten mit Wordpress betrieben. D.h. die Inhalte jeder dritten Seite, die wir abrufen, werden in dem populären CMS verwaltet.

So auch meine alte Seite und viele, die ich in den letzten Jahren entwickelt habe. Diesmal bin ich davon abgewichen.

Wordpress wurde 2003 von Mike Little und Matt Mullenweg als gut strukturierte Publishing Plattform entwickelt2 und befeuert seit dieser Zeit Blogs, Magazine und Webseiten. Aber genau für letzteres war Wordpress nie gedacht. Trotzdem habe ich (und viele andere) etliche Seiten mit Wordpress umgesetzt, die Blogfunktionen deaktiviert und eigene Workarounds entwickelt um die einstige Publishing Plattform zu einem CMS umzubauen. Wenn man Wordpress als Content Management System einsetzt, dann geht man immer einen Kompromiss ein.

Das Wordpress nicht als "normales" CMS gedacht war, sieht man schon daran, dass bei der Installation ein Blog mit erstem Artikel angelegt wird. Neben diesem Umstand war auch die Geschwindigkeit ein Argument gegen Wordpress. Für viele Funktionen werden Plugins benötigt und trotz aller Performanceoptimierungen ist eine Wordpressseite immer recht langsam.

Das wollte ich für meine neue Seite nicht haben machen. Natürlich sollte die Seite eine Blogfunktion besitzen (sonst könnte ich diesen Artikel nicht veröffentlichen), aber ich wollte die Struktur nicht danach ausrichten, dass mir das CMS vorgibt wie ich die Architektur um den Blog herumbauen muss. Außerdem sollte das CMS leichtgewichtiger sein als Wordpress.

Bevor ich mich auf die Suche nach einem neuen CMS ging, habe ich die Anforderungen für das nächste System niedergeschrieben:

  • flexibel (keine feste Struktur)
  • Open Source
  • PHP basiert (da ich die Website bei einem Shared-Hoster hosten möchte)
  • schnell aufzusetzen
  • gute/große Community

Nachdem ich etlich Generatoren für statische Seiten, gefühlt jedes Open Source CMS der Welt und jede Variante für ein eigenentwickeltes Backend (jeder muss doch mal sein eigenes CMS entwickeln) durchgespielt hatte, habe ich mich für ein kostenpflichtiges CMS entschieden. Kirby CMS. Seit Jahren beobachte ich die Entwicklung und das Ökosystem um das PHP-basierte System und bin begeistert vom datenbanklosen Ansatz. Außerdem wollte ich nicht weiter prokrastinieren...

Kirby bietet alles was ich mir von einem CMS gewünscht habe. Die Dokumentation ist genial und das Backend schlank. Ich bin extrem flexibel was die Inhalte und Struktur angeht und kann die Seite bauen, die ich möchte.

In diesem Sinne kann ich nur Empfehlen ein paar Euros in die Hand zu nehmen und Wordpress für kleinere, schnelle Seiten den Rücken zu kehren.

Quellen:

1https://de.wikipedia.org/wiki/WordPress
2https://wordpress.org/about/